Angeln im Schiersteiner Hafen

Seit seiner Entstehung im Jahr 1859 war der Schiersteiner Hafen im Sommer die Heimatstation der Flößler und in den eisigen Wintermonaten Zufluchtsort für zahlreiche Segelschiffe und Dampfer.

Die Fischerei profitierte stark vom Hafenbau und spielte zur damaligen Zeit eine sehr wichtige Rolle in der nahem Umgebung. Überall rund um den Hafen herum sprießen Fischrestaurants wie Pilze aus dem Boden, sie dienten vielen trinkfesten Flößlern und Fischern als Rast- und Anlegestationen.

Nach dem zweiten Weltkrieg verlor der Schiersteiner-Rheinhafen seine Bedeutung für die Fischerei. Von der Uferpromenade aus erblickt man heute lediglich zahlreiche Sportboote und Yachten.

Angelverbot

Seit einigen Jahren wurde das Angeln im Schiersteiner Hafen aufgrund Schadstoffbelstungen im Bodensediment des Schiersteiner Hafens verboten. Das Angelverbot kann erst vollständig entfallen wenn die Schwermetall-, Organozinn-Verbindungen und PAK Belastungen in Hafenbecken vollständig beseitigt werden. Die Stadt Wiesbaden, Bund und Land streiten sich momentan noch über die Sanierung des Schiersteiner Hafens. Die Gesamtkosten für die aus Sicht der Stadt dringliche Entgiftung und Sanierung des Hafenbeckens belaufen sich auf ca. 11 Millionen Euro.

Bedeutung für die Angelfischerei

Der gesamte Schiersteiner Hafen ist bis zur Einmündung in den Rhein (Uferlinie Rheinufer) bis auf weiteres aufgrund Verbotes der Stadt Wiesbaden von der Angelfischerei ausgenommen. Auf Grund der festgestellten Schadstoffbelastung bestehenden Gesundheitsgefahren.

Beiblatt "Vergabebedingungen 2007 für die Fischereierlaubnis im Rheinstrom" (Bundesland Hessen), Punkt 2.2